Der Samojede

Der Samojede, hat seinen Ursprung in Russland bei einem Nomadenvolk, dass von den Russen Samojeden genannt wurde. Daher der Name dieser Hunderasse.
Das Nomadenvolk selbst nennt sich Nenzen, das bedeutet Menschen. Sie sind auf der Jamal-Halbinsel im Nordwesten Russlands beheimatet.

Das Leben der Nenzen dreht sich um ihre Rentiere. Danach folgt gleich der Samojede. Die Familien haben oft bis zu 5 Hunde. Diese Hunde sind für das Volk unverzichtbar. Er warnt durch sein Bellen vor Fremden und ihre Witterung vertreibt Wölfe und Bären. Sie werden auch als Treibhunde eingesetzt und wenn mal gerade kein Rentier zur Hand ist, werden sie auch vor den Schlitten gespannt. Sie sind auch bei der Jagd dabei und was für das Volk auch sehr wichtig ist, der Samojeden findet den Weg alleine zu den Zelten zurück, auch im Schneesturm. In den Zelten, wärmt er die Nenzen in der Nacht.
Spielen die Kinder draußen, passen die Hunde auf sie auf und sind sogleich ihre Spielgefährten. Selbst jedes Kind der Nenzen weiß, dass es sich bei aufziehendem Schneesturm an den Samojeden festhalten muss. Er wärmt es im Schneesturm und danach bringt er das Kind wohlbehütet wieder nach Hause.
Fahren die Männer mit den Schlitten weg, werden sie von den Hunden begleitet.
Der Samojede wird als volles Familienmitglied anerkannt.

Dies kann man in der dogs 1/2009 nach lesen.

Wie man sehen kann, ist der Samojede vielfältig einsetzbar und dies zeichnet diese Rasse auch aus.
Aus diesem Grund ist der Samojede auch als Familienhund geeignet, wenn man eine sportlich aktive Familie bzw. Person ist.
Der Samojede ist für mich ein sogenannter Allrounder. Man kann ihn für verschiedene Hundesportarten begeistern wie z.B. Agility, Schlittenhundesport, Dog Dancing, Radtouren oder Wanderungen mit ihm unternehmen. Genauso kann man mit ihm auf dem Hundeplatz arbeiten.
Auch kann er als Therapiehund, Rettungshund ausgebildet werden. Natürlich kann kein Züchter dieser Welt 100 % versprechen, dass der Hund später mal ein guter Therapie- oder Zughund wird. Tut er dies, dann hat er eine HELLSEHERISCHE GABE !! MEINE HOCHACHTUNG !!

Doch als Züchter kann man nach bestimmten Kriterien gehen, um den geeignetsten Hund, für bestimmte Aufgaben zu finden. Das geniale am Samojeden ist jedoch, dass man vielseitig mit ihm arbeiten kann, da er die Abwechslung liebt und braucht.

Auch kann in einem Wurf ein Welpe dabei sein, den sein Leben das Ziehen ist. Genauso kann es sein, dass ein Welpe dabei ist, der mit ziehen überhaupt nichts am Hut hat. Dies kann man aber bei der Welpenabgabe noch nicht erkennen.
Dies sind aber Ausnahmen, die meisten Samojeden sind für viele Aktivitäten zu begeistern, solange sie mit ihrem Herrchen bzw. Frauchen zusammen sind.

Daher irritiert es mich ungemein, wenn ich auf manchen HP’S lesen muss, dass der Samojede zum ziehen geboren ist. Das man Agility, Dog Dancing und Hundeplatzarbeit so nebenbei mal machen kann. Oder aber als Therapiehund total ungeeignet ist. Dass sein Leben das Ziehen ist. Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Personen noch keine richtige Hundeplatzarbeit oder dergleichen gemacht haben. Wie man jedoch oben lesen kann bzw. wenn man sich mit der Herkunft des Samojeden befasst, wird man feststellen, dass der Samojede vielseitig sein MUSS. Sonst würden die Nenzen bestimmt keine Samojeden mehr haben.

Was auch ein Irrglaube ist, dass Ausstellungen etwas über die Gesundheit des Tieres aussagen. Das einzige was etwas über die Gesundheit aussagt, sind die offiziellen Untersuchungsergebnisse !!

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